Blade-Smith, Knives and more


Der Schmied

Der erste Smith, zu Deutsch Schmied, war geboren als das erste Metall gefunden und verarbeitet wurde, fortan war er einer der, wenn nicht der wichtigste Handwerker in seiner Gemeinschaft und teils weit darüber hinaus. Aber dazu später mehr.

Bei meinen Recherchen zur Geschichte des Schmieds war die Frage wer war zuerst da, das Huhn oder das Ei recht einfach. Es war natürlich das Metall. Nur wie haben die ersten “Schmiede“ es gefunden? Und welches Metall war das erste was der frühe Schmied verarbeiten konnte?

Das erste Metall war Kupfer. Das war noch recht einfach nachzulesen und darin sind sich die meisten Gelehrten auch einig. Weit weniger Einigkeit besteht bei der Frage wie das erste Kupfer gewonnen/gefunden wurde.

Einige literarische Quellen vermuten, dass größere Naturereignisse, wie ein Blitzeinschlag oder ein großes Feuer, die ersten brauchbaren Kupferstücke ans Licht gebracht haben. Es bedarf knapp 1100 Grad Celsius um Kupfer zu schmelzen und solche Naturereignisse sind in der Lage diese Temperaturen zu erzeugen...

Anderen Schriften zu folge könnte der reine Zufall und die Neugierde über den neuen, grün geäderten Stein (Malachit, durchschnittlicher Kupfergehalt 57%) die Experimentierfreude geweckt haben. Ein Töpfer könnte das hübsche grüne Pulver eines zerriebenen Malachits als Verzierung seiner Wahren z.B. an einem Krug aufgebracht haben. Was beim Brennen unter Sauerstoffabschluss der Holzkohle in einem Erdofen zu Schlacke und Kupfer reduziert wurde...

Als weitere Möglichkeit ist der Fund von Kupfer-Nuggets noch zu erwähnen...

Wie es genau geschah wissen wir nicht. Was wir wissen ist das etwa 8000 v. Chr. (in vielen Schriften ist nicht der Zeitpunkt der ersten Verwendung des Metalls, sondern die Fähigkeit dieses Metall zu verhüten ausschlaggebend für die Namensgebung der Epoche) der erste Kupferschmied seine Arbeit aufnahm und damit ein neues Zeitalter einläutete. In den darauf folgenden Epochen Bronzezeit, Eisenzeit - über die Antike und das Mittelalter - bis in unsere heutige Zeit haben sich die Materialien und ihre Gewinnung immer weiter entwickelt und verfeinert.

Aus diesem ersten Schmied wurde der wichtigste Lieferant für Werkzeuge, Gebrauchsgegenstände und Waffen. Alle anderen Gewerke haben davon direkt profitiert. Neue und bessere Beile für den Holzfäller, den Zimmermann... standfestere Meißel für den Steinmetz... Töpfe und Pfannen... schärfere und haltbarere Waffen u.v.m.


zum Seitenanfang

Der Aufschwung

Mit steigender Nachfrage haben sich immer mehr Spezialisierungen des Schmiedes entwickelt. Waren die ersten Schmiede wahre Allrounder hat es gerade in Ballungszentren zu allen Zeiten immer wieder regelrechte Spezialisierungsbooms gegeben, und das nicht nur für Waffen und Rüstungsschmiede vor Schlachten und Kriegen.

Es gab, in Zünften organisierte Schmiede die sich nur noch mit der Herstellung eines einzigen Produktes beschäftigt haben, z.B. der Nagelschmied und mit anfangender Massenproduktion spezialisierte Schmiede, die nur noch einen oder wenige Handgriffe an einem Produkt erledigten und es dann an den nächsten weitergaben.


zum Seitenanfang

Die Rezession

Die rückläufige Verbreitung verschiedener Spezialisierungen im Laufe der Zeitalter ging einher mit den veränderten Bedürfnissen der Menschen. So z.B. wurde der Harnischmacher (eine Spezialisierung des Rüstungsschmiedes) mit Verbreitung der Feuerwaffe nicht mehr so gefragt, weil eine Ritterrüstung nicht mehr zweckmäßig war... Mit der Industrialisierung sind dann viele hochspezialisierte Berufszweige des Schmiedes von Maschinen übernommen worden und heute nahezu ausgestorben, wie z.B. der Nagelschmied, der Feilenhauer oder der Rotschmied.